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7. Infomesse zur Entlassungsvorbereitung in der JVA Meppen




Sich auf das Leben nach der Entlassung vorbereiten


Bereits zum 7. Mal wurde in der JVA Meppen unlängst die mittlerweile bei den Bediensteten der JVA, bei den Ausstellern und auch bei den Gefangenen etablierte Infomesse zur Entlassungsvorbereitung durchgeführt.

70 Gefangene nutzten die Gelegenheit sich umfassend und unverbindlich über Hilfsangebote, Behördengänge und Therapiemöglichkeiten für die Zeit nach der Entlassung beraten zu lassen. Der Stellvertretene Anstaltsleiter der JVA Meppen, Bernhard Saalfeld und Dagmar Bloemen, Entlassungskoordinatorin der JVA, zeigte sich sehr zufrieden mit dem diesjährigen Angebot. 19 Aussteller aus unterschiedlichen Bereichen präsentierten ihre Arbeit und Angebote in der Mehrzweckhalle der JVA. Erstmalig waren auch zwei Personaldienstleistungsunternehmen unter den Ausstellern. Die Gefangenen berichten, dass sie „unkompliziert Kontakte zu den unterschiedlichsten Einrichtungen knüpfen konnten“ und diese als „sehr gewinnbringend wahrnahmen“. Auch die verschiedenen Aussteller profitieren von der Messe. Sie haben so die Möglichkeit, Kontakte herzustellen, die ihrer Arbeit dienlich sind. Durch das umfangreiche schulische und berufliche Aus- und Fortbildungsangebot, welches gewillten Gefangenen in der JVA Meppen ermöglicht wird, sehen insbesondere auch die Personaldienstleister gute Chancen für die Meppener Gefangenen, diese direkt nach der Haft in Arbeit zu vermitteln.

Gerade in der ersten Zeit nach der Entlassung ist, statistisch gesehen, das Rückfallrisiko besonders hoch. Hier gilt es, die Gefangenen möglichst gut auf diesen Zeitpunkt vorzubereiten, zum Beispiel durch Vermittlung eines festen Wohnsitzes oder frühzeitige Eingliederung in Arbeit. Die Verzahnung der beteiligten Institutionen sorgt für eine vernetzte Betreuung, um den Haftentlassenen den Weg in ein Leben in Straffreiheit zu erleichtern. Das nützt nicht nur dem einzelnen Betroffenen, sondern auch der allgemeinen Sicherheit. „Je früher die abgestimmte Vorbereitung auf diesen neuen Lebensabschnitt beginnt, desto besser die Erfolgsaussichten“, so Dagmar Bloemen.

In der JVA Meppen konnten sich die Gefangenen bei dem Ambulanten Justizsozialdienst Niedersachsen Bezirk Osnabrück und Aurich, beim SKM Lingen e.V., bei der AIDS-Hilfe Emsland, der Anlaufstelle für Straffällige Ostfriesland in Aurich, bei Männer gegen Männergewalt Euregio e.V.,beim Jobcenter des Landkreises Emsland, bei der Fachambulanz desDiakonischen Werkes Meppen, bei der Hoppenbank e.V. - Haus Fedelhören -in Bremen, bei dem Caritas f. d. Landkreis Emsland - Fachambulanz Suchtprävention und Rehabilitation, bei der Christlichen Gefährdetenhilfe Cloppenburg e.V., bei der Fachstelle für Gewaltprävention Bremen und Bremerhaven, bei dem Personaldienstleister Tempton in Lingen, bei dem Personaldienstleister Runtime Service in Leer, bei der Fachklinik Hase-Ems in Haselünne, beim bfw -Unternehmen für Bildung -, beim sozialpsychiatrischen Dienst des Landkreises Emsland und bei der Agentur für Arbeit in Meppen informieren und beraten lassen.

Ein Gefangener im Gespräch mit Mitarbeiterinnen einer Zeitarbeitsfirma
Artikel-Informationen

04.12.2017

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